Allgemein

Die Tagebücher und ausgewählte Beiblätter werden vollständig erfasst, von Gabelsberger in Langschrift übertragen und in einer Online-Datenbank zugänglich gemacht. Ein sparsamer, aber sorgfältiger Kommentar wird Kurzbiogramme und Sachschlagwörter, Erläuterungen und Übersetzungen umfassen. Verknüpfungen werden unter anderem zu verwandten Tagebucheinträgen und Beiblättern gesetzt.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte dazu ein auf zwölf Jahre angelegtes Langfristvorhaben, das am 1. Oktober 2013 begann. Der Historiker Prof. Dr. Andreas Wirsching vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ) und der Theologe Prof. Dr. Hubert Wolf vom Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Universität Münster verantworten es gemeinsam.

Zur Zielgruppe der Edition zählen neben Historikern und Theologen auch andere Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaftler. Darüber hinaus soll die Online-Datenbank alle historisch und theologisch Interessierten zum Stöbern einladen.

Das Team des Langfristvorhabens fühlt sich dem Prinzip des Open Access verpflichtet: Alle Inhalte werden über das Internet kostenlos und möglichst barrierefrei zur Verfügung gestellt. Die technischen Möglichkeiten einer webbasierten Datenbank werden konsequent genutzt.

Online zugängliche Dokumente

Die ersten Bestände der Datenbank sind seit dem 28. Oktober 2015 online zugänglich. Es sind dies Tagebucheinträge aus dem Zeitraum vom 1. November 1918 bis zum 30. August 1919 sowie vom 1. Januar 1933 bis zum 31. Juli 1933. Darüber hinaus stehen Beiblätter aus der ersten Jahreshälfte 1933 zur Verfügung.

Am 5. März 2016, dem Tag der Archive in Bayern, der unter dem Motto „Erinnern und Entdecken“ steht, wurden weitere Tagebucheinträge aus dem Zeitraum vom 1. September bis zum 31. Dezember 1919 sowie vom 1. August bis zum 31. Dezember 1933 online gestellt. Dazu kamen elf Beiblätter aus der zweiten Jahreshälfte 1933.

Am 8. März 2017 wurden weitere Tagebucheinträge aus dem Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Oktober 1918 online gestellt.

Weitere Tagebücher und Beiblätter werden in regelmäßigen Abständen online verfügbar gemacht. Zu jedem Tagebucheintrag und Beiblatt können gleichzeitig zwei Textvarianten in beliebiger Kombination nebeneinander angezeigt werden. Zur Auswahl stehen:

  • die ausführliche Leseversion mit aufgelösten Abkürzungen und Kommentaren sowie Links zu anderen Tagebucheinträgen und Beiblättern

  • die reine Transkription mit originalem Zeilensprung, Faulhabers Abkürzungen und textkritischen Anmerkungen

  • das Digitalisat der Quelle (Scan).

Einer der großen Vorteile von Online-Editionen ist die Möglichkeit, Texte nach und nach fertigzustellen. So sind die Biogramme zu den Dokumenten schon verfügbar, die Kommentare aber vorerst noch nicht online. Sie werden nach weiterer Abstimmung mit den beratenden Gremien der Edition und im Rahmen eines intensiven Qualitätsmanagements sobald als möglich nachgereicht.

Suche

Die Online-Datenbank ermöglicht die Volltextsuche in allen bisher edierten Tagebucheinträgen und Beiblättern sowie die gezielte Suche nach Personennamen.

Außerdem ist es möglich, den Jahrgängen oder den Signaturen der Tagebuch-Bände folgend in den Dokumenten der Datenbank suchen.